Wo kann man das Fach Sportwissenschaft in Deutschland am besten studieren? Welches Institut hat die höchste Reputation, was Forschung und Lehre in der Sportwissenschaft anbelangt? Wer Antworten auf solche und andere Fragen sucht, der findet jetzt aktuelle Antworten im neuen ZEIT Studienführer, dessen Daten im zurückliegenden Wintersemester 2020/21 erhoben wurden. Federführend für das Ranking ist das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh. Das Fach Sport/Sportwissenschaft wurde bereits zum fünften Mal seit 2009 in das Ranking einbezogen, zum vierten Mal durft der Fakultätentg Sportwissenschaft zwei Personen in den Projektbeirat beim CHE entsenden.

Die Aufnahme in das CHE-Ranking kann als ein wichtiger Schritt zur weiteren Etablierung der Sportwissenschaft als Lehr- und Forschungsdisziplin an den Universitäten in Deutschland gelten. Das Fach Sportwissenschaft ist damit ein Fach wie viele andere, die schon seit etlichen Jahren regelmäßig auf diese Wese öffentlich beurteilt werden (z. B. Architektur, Germanistik, Medizin, Informatik): „Das Hochschul-Ranking erfüllt zwei wichtige Funktionen: Es trägt zur Sichtbarkeit gegenüber Studieninteressierten bei und stärkt die Akzeptanz der Sportwissenschaft als universitäre Disziplin“, sagt Jennifer Franz, die Geschäftsführerin der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), die zusammen mit dvs-Vizepräsident Finanzen Frederik Borkenhagen (Universität Heidelberg) und den Sportsoziologen Prof Dr. Heiko Meier (Universität Paderborn) sowie Prof. Dr. Bettina Rulofs (Universität Wuppertal) das Projekt im CHE-Beirat mit betreut hat. Für den Fakultätentag Sportwissenschaft als Zusammenschluss aller Fakultäten und Institute für Sportwissenschaft in Deutschland war dort neben dem Vorsitzenden Prof. Dr. Detlef Kuhlmann (Leibniz Universität Hannover) auch die Sportmedizinerin und frühere Handball-Nationalspielerin Prof. Dr. Petra Platen (Ruhr-Universität Bochum) vertreten.

Im jüngsten Online-Ranking werden insgesamt 52 sportwissenschaftliche Einrichtungen von Kiel bis Konstanz und von Oldenburg bis Würzburg dargestellt, davon haben sich allerdings 14 Hochschulen nicht aktiv am Ranking beteiligt. Alle derzeit in Deutschland studierbaren Lehramts-, Bachelor- und Masterstudiengänge werden mit beschreibenden und vergleichenden Fakten ausgewiesen, teilweise wurden auch „Standorturteile“ von Studierenden erhoben. Die Ergebnisse werden durchgängig in drei Ranggruppen eingeteilt, ohne dass dabei jedoch numerische Platzziffern vergeben wurden. Demzufolge gibt es tabellarisch jeweils eine „grüne“ Spitzengruppe, ein „gelbes“ Mittelfeld und eine „blaue“ Schlussgruppe. Wer will, kann nun die Studiensituation zwischen Dortmund und Darmstadt, zwischen Rostock und Regensburg, zwischen Leipzig und Lüneburg sowie mit allen anderen Standorten vergleichen. Neben dem gedruckten und im Handel erhältlichen ZEIT Studienführer sind alle Ergebnisse und die Methodik des CHE-Rankings für das Fach Sport/Sportwissenschaft auch ausführlicher online nachzulesen unter: https://ranking.zeit.de/che/de/fachinfo/45.

Stifterverband

Der diesjährige Ars legendi-Fakultätenpreis für Sportwissenschaft wird vom Stifterverband und dem Fakultätentag Sportwissenschaft in Zusammenarbeit mit der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaften an Verena Oesterhelt von der Universität Gießen verliehen. Ihre Lehre, insbesondere in Zeiten einer Pandemie, steht für ein beispielsloses Engagement den Studierenden, ihrer Fakultät und der Universität gegenüber.

Essen, 21.04.2021. Verena Oesterhelt leitet am Institut für Sportwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen den Bereich Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Sportdidaktik. Hier treibt sie mit herausragender wissenschaftlicher Kompetenz den Diskurs im Bereich der Sportwissenschaft voran und lenkt mit ihrem transformativen Ziel die Sportwissenschaft auf innovative und zukunftsweisende Bahnen. Für diese besondere Leistung erhält Verena Oesterhelt den diesjährigen Ars legendi-Fakultätenpreis für Sportwissenschaft.

Verena Oesterhelt setzte sich bei der neunköpfigen Jury, zusammengesetzt mit Vertretern der Hochschuldidaktik, Fachvertretern sowie Studierenden gegenüber ihren Mitbewerbern durch: „Mit ihrer Bewerbung hat Verena Oesterhelt eine beeindruckende Qualität ihres breiten Spektrums an Lehrleistungen mit außergewöhnlichem Ideenreichtum und einem hohen persönlichen Engagement nachgewiesen. Sie bereichert in ganz besonderer Weise das Fach an ihrem Institut an der Universität Gießen, aber auch mit Ausstrahlung darüber hinaus“, fasst Detlef Kuhlmann von der Leibniz Universität Hannover, Vorsitzender der Jury und Vorsitzender des Fakultätentages Sportwissenschaft, die Juryentscheidung zusammen.

Mit dem Ziel, die sportwissenschaftliche Lehre immer reflektierend und dynamisch zu gestalten, passt Verena Oesterhelt sich sowohl mit ihren Lehrformaten als auch mit ihren konkreten Lehrzielen den situativen Rahmenbedingungen an. So entwickelte sie am Institut für Sportwissenschaft in Gießen ein virtuelles Campuskonzept zum Start in das Online-Semester. Insbesondere Studienanfänger hatten somit die Möglichkeit, ihre Universität während der Corona-Pandemie von zu Hause aus kennenzulernen. Oesterhelt strebt stetig danach, ihre Lehre zu verbessern. Dabei legt sie viel Wert auf die Meinung der Studierenden und auf ein interaktives Miteinander. Verena Oesterhelt lebt für ihren Beruf und ihr persönlicher Einsatz zeugt in jeglicher Hinsicht von der Qualität ihrer Lehre.

Die Preisverleihung wird voraussichtlich am 16. Juli 2021 in Frankfurt am Main stattfinden. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Kontakte:
Peggy Groß
Pressesprecherin des Stifterverbandes
T 030 322982-530
presse@stifterverband.de

Detlef Kuhlmann
Vorsitzender des Fakultätentages Sportwissenschaft
T 0511 762-19442
detlef.kuhlmann@sportwiss.uni-hannover.de

Quelle: idw, Stifterverband 21.04.2021

Der Vorstand des Fakultätentags Sportwissenschaft (FSW) hat auf seiner 15. Sitzung Ende Februar 2021 beschlossen, die ursprünglich für April 2021 terminierte 9. Bundeskonferenz des FSW auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Angedacht im Sinne von „Save the date!“ ist Freitag, der 16. Juli 2021 (Ort noch offen, Zeitraum ca. 11 bis ca. 16 Uhr). Im Rahmen der 9. Bundeskonferenz soll auch die Verleihung des Ars legendi Fakultätenpreises 2021 stattfinden, für den sechs Bewerbungen vorliegen.

Das ursprünglich ebenfalls für April 2021 vorgesehene 3. Symposium „Sportwissenschaft 2030“ zum Thema Sporteignungstests wird verschoben auf Frühjahr 2022. Diese Entscheidung des Vorstands wird auch (abseits der schwierigen technischen Realisierung und tagungsdidaktischen Herausforderungen) inhaltlich damit begründet, dass das Thema Eignungsfeststellung durch die andauernde Pandemie zwar weiterhin hohe Aktualität genießt, aber die ursprüngliche Intention der Tagung dadurch einseitig instrumentalisiert werden könnte.

Der Fakultätentag Sportwissenschaft schreibt in Zusammenarbeit mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft zum dritten Mal den Ars legendi  Fakultätenpreis Sportwissenschaft aus. Der Vorstand des Fakultätentages Sportwissenschaft dankt der Heinz Nixdorf-Stiftung für die finanzielle Unterstützung und lädt nun interessierte Kolleginnen und Kollegen aus den Mitgliedshochschulen ein, sich zu bewerben.

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung bis zum 29. Januar 2021 und verweisen auf die detaillierten Informationen zur Ausschreibung unter https://www.stifterverband.org/ars-legendi-sport.

Vorstand des Fakultätentages Sportwissenschaft

Prof. Dr. Stefan König
Prof. Dr. Detlef Kuhlmann (Vorsitzender)
Prof. Dr. Andre Seyfarth

Das Ausschreibungsprojekt „Sportwissenschaft an Universitäten – Strukturbedingungen und Perspektiven“ ist mit einer virtuellen ersten Projektbeiratssitzung gestartet (Link zum Originalartikel).

Quelle: BISp

Die sportwissenschaftlichen Einrichtungen an den Universitäten in Deutschland stellen wichtige Partner im Wissenschaftlichen Verbundsystem Leistungssport (WVL) dar. Ihnen kommt vor allem im Hinblick auf die Produktion neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Innovationen als auch der Ausbildung akademisch qualifizierten Personals mit leistungssportlichem Bezug eine zentrale Bedeutung zu. Trotz zahlreicher erfolgreicher Forschungskooperationen zwischen Sportverbänden und universitären Forschungseinrichtungen lassen sich Entwicklungen beobachten, die gegebenenfalls den zukünftigen flächendeckenden, über alle sportwissenschaftlichen Disziplinen hinweg zu gewinnenden Erkenntnisgewinn, erschweren könnten.

In enger Kooperation mit dem Fakultätentag Sportwissenschaft und der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) hat das Bundesinstitut für Sportwissenschaft ein zweijähriges Ausschreibungsprojekt (Laufzeit 04/2020 – 03/2022) auf den Weg gebracht, um eine Bestandsaufnahme vorzunehmen. Vergeben wurde es an die Projektgruppe um Prof. Dr. Lutz Thieme (Hochschule Koblenz/RheinAhrCampus Remagen) und Dr. Freya Gassmann/Prof. Dr. Eike Emrich (Universität des Saarlandes).

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie wurde die erste Projektbeiratssitzung verschoben und fand nun als virtuelle Veranstaltung am 15.09.2020 statt. Zum beratenden Projektbeirat gehören neben den Vertreterinnen und Vertretern des BISp auch Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates des BISp – Prof. Dr. Manfred Wegener (Universität Kiel, Vorsitzender), Prof. Dr. Carmen Borggrefe (Universität Stuttgart, stellvertretende Vorsitzende) und PD Dr. Christian Puta (Universität Jena). Zudem sind Prof. Dr. Ansgar Schwirtz (TU München) als Präsident der dvsProf. Dr. Detlef Kuhlmann (Universität Hannover) als erster Vorsitzender des Fakultätentags Sportwissenschaft und Dr. Christoph Clephas als Vertreter des DOSB Mitglied des Projektbeirats.

In Kürze startet die Erhebungsphase des Projekts mit einer Bestandsaufnahme der Strukturen universitärer sportwissenschaftlicher Einrichtungen anhand einer quantitativen Befragung der Institutsleiterinnen und Institutsleiter sportwissenschaftlicher Einrichtungen.

 

Der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (adh) hat sich mit einer eigenen Erklärung dem Offenen Brief des Vorstandes des Fakultätentages Sportwissenschaft an den Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz angeschlossen.

Hier die Stellungnahme des adh im Wortlaut (Link zum Originalartikel):

Nachdem sich die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) angesichts der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie für eine Durchführung des Sommersemesters 2020 als Online-Semester ausgesprochen und vor einer zu frühzeitigen Rückkehr in der Präsenzbetrieb gewarnt hat, hat der Vorstand Fakultätentag Sportwissenschaft im Juni in einem offenen Brief an die HRK auf die besonderen Bedürfnisse des Sports beziehungsweise der Sportwissenschaft hingewiesen.

In Anbetracht von Signalen von verschiedenen Hochschulen in Deutschland, eventuell das Wintersemester 2020/2021 ausschließlich digital durchzuführen, befürchten Prof. Dr. Detlef Kuhlmann (Vorsitzender, Leibniz Universität Hannover), Prof. Dr. Stefan König
(stv. Vorsitzender, Pädagogische Hochschule Weingarten) sowie Prof. Dr. Andre Seyfarth (stv. Vorsitzender, Technische Universität Darmstadt) Nachteile insbesondere für die zukünftige Ausgestaltung der praktischen Lehre.

Da das Studium im Fach Sport beziehungsweise in der Sportwissenschaft von einem hohen Anteil praktischer Formate geprägt sei, müsse die Fachrichtung vor allem mit Blick auf die praktische Lehre von möglichen Lockerungen profitieren.

Ein Ansinnen, das der adh vollumfänglich unterstützt, wie der adh-Vorstandsvorsitzende Jörg Förster unterstreicht: „Ohne praktische Lehre fehlt eine wesentliche Grundlage des Studiums der Sport- und Bewegungswissenschaften. Der Lockdown hat uns die Potenziale, die in Sport und Bewegung als Ausgleich und Stärkung individueller Resilienz liegen, besonders vor Augen geführt. Dafür brauchen wir kompetente Expertinnen und Experten, die sich im Studium mit Bewegung als Erfahrungs- und Lernfeld auch praktisch auseinandergesetzt haben.

An vielen unserer Mitgliedshochschulen im Fakultätentag Sportwissenschaft finden jeweils im Sommersemester die Sporteignungsprüfungen (auch Sporteignungstest oder SEP genannt) statt. In Zeiten von Corona haben einige Hochschulen die Prüfung für dieses Jahr ausgesetzt, andere Standorte haben Termine vorläufig verschoben oder verlangen sportpraxisfreie Ersatzleistungen. Mit unserer Übersicht versuchen wir – so gut es geht – die aktuelle Situation abzubilden. Dieses Serviceangebot kann ggf. den Kollegien auch für ihre eigene Vorgehensweise eine (Entscheidungs-) Hilfe sein. Unsere Übersicht wird in den nächsten Monaten jeweils zum 1. und zum 15. aktualisiert; wir bitten auch darum, uns ggf. Informationen im Sinne eines Updates zukommen zu lassen (per E-Mail an: eike.buechner@sportwiss.uni-hannover.de).

Umgang mit Sport-Eignungstests in Deutschland – Version 6 – Stand 01.07.2020

Der Vorstand des Fakultätentages Sportwissenschaft hat einen offenen Brief an den Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz versandt und diesen allen zuständigen Ministerinnen und Minister in den einzelnen Bundesländern zur Kenntnis gegeben. Die Brief wird auch vom Präsidium der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft inhaltlich unterstützt.

Offener Brief des Fakultätentages Sportwissenschaft an die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) – Juni 2020

Der Vorstand des Fakultätentages Sportwissenschaft hat beschlossen, das für April 2020 angekündigte 3. Symposium zum Thema Sporteignungstest und die 9. Bundeskonferenz des Fakultätentages (parlamentarischer Teil) um ein Jahr zu verschieben. Als neuer Termin ist Donnerstag, der  22.(Beginn 18 Uhr) und Freitag, der 23. April 2021 (Ende gegen 14 Uhr) in der Sportschule des LSB Hessen in Frankfurt bereits angefragt. Wir bitten freundlich darum, diesen Termin jetzt schon vorzunotieren, und freuen uns auf das Wiedersehen bzw. das Kennenlernen.

Das Präsdium der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) hat einen Aufruf zur Einrichtung einer Ideenbörse zur (digitalen) Gestaltung der Lehre im Fach Sportwissenschaft in Zeiten von Corona gestartet. Der Vorstand des Fakultätentag Sportwissenschaft unterstützt diese Initiative.

Den Brief des dvs-Präsidenten Prof. Dr. Ansgar Schwirtz (TU München) können Sie unter  diesem Link herunterladen.

Weitere Informationen zur Ideenbörse finden Sie auf der offiziellen Webseite unter: www.sportwissenschaft.de/digital/