Der Deutsche Handballbund (DHB) hat für 2019 zum zweiten Mal einen Förderpreis für wissenschaftliche Abschlussarbeiten aller Fachrichtungen an Universitäten, Pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen ausgeschrieben, die sich thematisch mit der Sportart Handball befassen. Federführend für den Wettbewerb ist zusammen mit Georg Clarke, dem DHB-Vizepräsidenten für Jugend, Bildung und Schule, die Projektgruppe Handball an Hochschulen im DHB.

Bewerbungsschluss ist der 31. März 2019.

Die Arbeiten, die sowohl als Bachelor- bzw. Masterarbeit als auch als Staatsexamen- und Diplomarbeit verfasst sein können, sind der Geschäftsstelle des DHB in Dortmund einzusenden. Die Höhe der Fördersumme liegt im vierstelligen Bereich.

DHB-Vizepräsident Georg Clarke erläutert das Anliegen des Förderpreises: „Damit sollen herausragende Arbeiten für eine breite Öffentlichkeit bekannt gemacht werden und ihre Ergebnisse und Erkenntnisse für Impulse in der Sportart Handball sorgen.“ Die eingereichten Arbeiten werden nach Einsendeschluss von einer mehrköpfigen Jury begutachtet, in der unter anderem Mitglieder der Projektgruppe Handball an Hochschulen mitwirken. Die Preise werden während der DHB-Fachleitertagung im November 2019 an der Deutschen Sporthochschule in Köln verliehen. Im Rahmen der Tagung sind die Preisträgerinnen und Preisträger eingeladen, ihre Arbeiten vorzustellen.

Weitere Informationen befinden sich auch auf der Homepage des DHB. Der Vorstand des Fakultätentages Sportwissenschaft lädt seine Mitgliedshochschulen ein, Kandidatinnen und Kandidaten für den Preis direkt beim DHB vorzuschlagen.

In einer Feierstunde im Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen wurde am vergangenen Montag, den 10. Dezember, der Landespreis „Sport und Wissenschaft“ aus den Händen von André Kuper, Präsident des Landtags, und Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW), sowie Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen vergeben. Ausgewählt wurden sie von einer Jury mit renommierten Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftlern unter Vorsitz des Landtagspräsidenten.

In der Kategorie „Sozial-, Erziehungs- und Geisteswissenschaften“ wurde die Akademische Oberrätin Dr. Bettina Rulofs von der Deutschen Sporthochschule Köln ausgezeichnet. Ihre Arbeitsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Themenbereiche „Gender und Diversity im Sport“ sowie „Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt im Sport“. Ihre hohe Expertise hat die Preisträgerin u.a. auch in Projekten in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und der Deutschen Sportjugend eingebracht.

In der Kategorie „Lebenswissenschaften“ wurde Prof. Dr. Mario Thevis ebenfalls von der Deutschen Sporthochschule Köln ausgezeichnet. Prof. Dr. Thevis hat sich in den vergangenen Jahren in der nationalen und internationalen sportwissenschaftlichen Szene einen Namen vor allem im Bereich der Dopingforschung gemacht. Er hat seine hohe Expertise in der Dopinganalytik u.a. bei acht Olympischen Spielen zum Einsatz gebracht und gehört gegenwärtig einer Expertengruppe zur Weiterentwicklung der Verbotsliste der WADA an.

Für sein sportwissenschaftliches Lebenswerk wurde Prof. Dr. Horst Hübner (Bergische Universität Wuppertal) ausgezeichnet. Wesentliche Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeiten in nahezu 100 Forschungsprojekten sind Analysen zur Sportstättensituation und Sportstättennutzung sowie zur Sicherheitsförderung im (Schul-)Sport. Prof. Dr. Horst Hübner ist nach Erreichen der Altersgrenze seit dem Wintersemester 2018/19 im Ruhestand, betreut aber weiterhin laufende Projekte u.a. zur Leistungsfähigkeit des Hochschulsports in Nordrhein-Westfalen.

„Ich freue mich, dass die Preisträger des Landespreises Sport und Wissenschaft im Landtag gewürdigte werden – dem Zentrum der Demokratie in Nordrhein-Westfalen. Wissenschaft ist auch den Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet und die Verknüpfung von Sport und Wissenschaft und die Leistungen der Sportwissenschaft als interdisziplinärer Forschungsbereich ist von großer Bedeutung in vielen Lebensbereichen“, sagte Landtagspräsident André Kuper bei der festlichen Preisverleihung im neuen Besucherzentrum des Landtags vor über 100 Gästen aus den Bereichen Sportwissenschaft, Politik, Sport und Gesellschaft. Er begrüßte neben den zahlreichen Gästen auch die erste Preisträgerin des Landespreises „Sport und Wissenschaft“, Prof. Dr. Ilse Hartmann-Tews, Professorin für Soziologie und Sportsoziologie an der Deutschen Sporthochschule Köln und Leiterin des Instituts für Soziologie und Genderforschung. Walter Schneeloch, seit Anfang Dezember „junges“ Ehrenmitglied des DOSB, betonte in seinen Begrüßungsworten: „Wenn wir Lösungen für die Herausforderungen im organisierten Sport finden wollen, sind wir auf wissenschaftliche Expertise angewiesen. Die diesjährigen Preisträger haben mit ihren Studien einen wichtigen Beitrag für die Sportentwicklung in Nordrhein-Westfalen geleistet.“

Zu den ersten Gratulantinnen gehörte auch Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper (Berlin), die Vize-Präsidentin für Bildung und Olympische Erziehung des Deutschen Olympischen Sportbundes, die ebenso zu den eingeladenen Gästen gehörte wie die Präsidenten der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, Prof. Dr. Ansgar Schwirtz (München), und des Deutschen Sportlehrer-Verbandes, Michael Fahlenbock (Wuppertal). Der Preis soll in den drei Kategorien in den nächsten Jahren weiter vergeben werden, um die sportwissenschaftlichen Leistungen an den Standorten der nordrhein-westfälischen Universitäten zu würdigen und damit die Bedeutung der Sportwissenschaft für die „sportive“ Gesellschaft herauszustellen. Zu den geladenen Gästen in Düsseldorf gehörte auch der Landesvorsitzende NRW des Fakultätentages Sportwissenschaft (FSW), Prof. Dr. Nils Neuber (Münster) zusammen mit dem FSW-Vorsitzenden Prof. Dr. Detlef Kuhlmann (Hannover).

Die Sportwissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig hat in der letzten Woche mit einer Festveranstaltung ihren 25. Geburtstag gefeiert. Die Fakultät war am 8. Dezember 1993 als Nachfolgeeinrichtung der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) Leipzig gegründet worden. Heute studieren an der Sportwissenschaftlichen („Spowi“) Fakultät insgesamt 1.732 Frauen und Männer in fünf Bachelor- bzw. Masterstudiengängen (z.B. Sportmanagement) sowie in vier weiteren Studiengängen mit dem Abschlussziel Staatsexamen für ein Lehramt (z.B. an Gymnasien).

In seinem Festvortrag mit dem Titel „Wo stehen wir?“ bezeichnete der amtierende Dekan der Sportwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Dr. Martin Busse, die Sportwissenschaft als eine komplexe Wissenschaftsdisziplin und lobte die Vorzüge der Leipziger Fakultät als eigenständige Einheit für Lehre und Forschung: „Wir haben hier in Leipzig die ganze Sportwissenschaft funktional in einer Hand“. In Deutschland gibt es derzeit rund 60 Institute für Sportwissenschaft, aber neben Leipzig haben mit der TU München und der Ruhr-Universität Bochum nur zwei weitere Standorte den Status einer selbstständigen Fakultät, sieht man von der Deutschen Sporthochschule Köln als einzige in ihrer Art einmal ab.

Der Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Uwe Gaul, überbrachte Glückwünsche an das Kollegium und die zahlreich versammelten Studierenden und würdigte die „Spitzenposition in der Forschung“, die die Sportwissenschaftliche Fakultät deutschlandweit innehat. Die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Dr. Beate A. Schücking“, stellte in ihrem Grußwort die Fakultät als einen einzigartigen Träger von Transferleistungen für den Sport in der Stadt und in der Region, besonders für den Olympiastützpunkt, aber auch für Unternehmen der Wirtschaft besonders heraus.

Für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) überbrachte die gerade wiedergewählte Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung, Dr. Petra Tzschoppe, die Glückwünsche in Vertretung des verhinderten DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann. DOSB-Vizepräsidentin Dr. Petra Tzschoppe, selbst als Dozentin für Sportsoziologie und Sportgeschichte an der Sportwissenschaftlichen Fakultät in Leipzig tätig, nutzte die Gelegenheit auch dafür, aus der Sicht des DOSB bzw. für die  Sportorganisationen in Deutschland die wichtige Rolle der Sportwissenschaft hervorzuheben: „Wir brauchen die Sportwissenschaft, um Sportentwicklung in all ihren Facetten mitzugestalten.“

Der Präsident der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), Prof. Dr. Ansgar Schwirtz (München), forderte in seinem Vortrag über die „Herausforderungen für die Sportwissenschaft aus Sicht der dvs“ dazu auf, die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit anzunehmen und damit die Beitragsfähigkeit der Sportwissenschaft in ihrer Vielfalt und Exzellenz unter Beweis zu stellen. Gleichzeitig mahnte er, die Sichtbarkeit der Sportwissenschaft national und international weiter zu erhöhen, und skizzierte dabei auch die Vision von Olympischen Spielen in Deutschland: „Dazu müssen wir als Sportwissenschaft auch vorzeitig in einen Diskurs über Nachhaltigkeit und den Mehrwert von Olympia für die Gesellschaft eintreten.“

Unter den geladenen Gästen waren neben Repräsentanten von Institutionen und Verbänden auch Mitglieder der damaligen Gründungskommission der Sportwissenschaftlichen Fakultät, darunter auch de inzwischen 81-jährige Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Haag (Kiel), der in seinem Grußwort an seine einstige Vision erinnerte, nach dem Fall der Mauer mit Unterstützung des Bundes in Deutschland an den Standorten Leipzig, München, Köln und Berlin insgesamt vier große universitäre Zentren der Sportwissenschaft zu schaffen. Nach 25 Jahren kann man nun in Leipzig mit Stolz auf eine große Fakultät mit stark nachgefragten Studiengängen, einem umfänglichen Drittmittelvolumen und mit der etablierten internationalen Ausrichtung als ein weiteres Markenzeichen verweisen: Im Auftrag des Auswärtigen Amtes werden fortlaufend internationale Weiterbildungskurse für Trainer und Sportler aus Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika von der Fakultät organisiert und durchgeführt. Der erste offizielle Kurs fand bereits 1964 an der damaligen DHfK statt.

Leipzig gilt als traditionsreiche Keimzelle der Sportwissenschaft in Deutschland. Am 1. Oktober 1925 wurde Dr. Hermann Altrock (1887-1980) als außerordentlicher Professor für Pädagogik der Leibesübungen an die Universität Leipzig berufen. Er war damit der erste Sportprofessor in Deutschland. Altrock wirkte vorher als Dozent und Verwaltungsdirektor an der Deutschen Hochschule für Leibesübungen in Berlin. Aus dem Institut für Leibesübungen der Universität Leipzig ging 1950 die DHfK Leipzig als (einzige) Sporthochschule der DDR hervor. Sie wurde 1990 aufgelöst. Damals hatte die DHfK rund 16.000 Studierende und ca. 1.000 Mitarbeiter. Zu den geladenen Gästen beim Festakt aus Anlass des 25. Geburtstages der Sportwissenschaftlichen Fakultät gehörte auch der Vorsitzende des Fakultätentages Sportwissenschaft.

Zum zweiten Mal loben der Stifterverband und der Fakultätentag Sportwissenschaft in Zusammenarbeit mit der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft den Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in der Sportwissenschaft aus. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Der Preis unterstreicht die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des Nachwuchses in der Sportwissenschaft. Er würdigt das besondere Engagement in der Hochschullehre und schafft gleichzeitig eine Sichtbarkeit über den eigenen Wirkungsbereich hinaus.

“Wir freuen uns sehr, dass es nun zum zweiten Male nach 2017 gelungen ist, diesen wichtigen und höchstdotierten Lehrpreis auf dem Gebiet der Sportwissenschaft auszuloben”, lädt Prof. Dr. Detlef Kuhlmann als Vorsitzender des Fakultätentages Sportwissenschaft im Namen des Vorstands alle Kolleginnen und Kollegen zu einer Bewerbung ein.

Alle Mitgliedshochschulen des Fakultätentag Sportwissenschaft wurden über die Ausschreibung informiert. Der Stifterverband setzte auch alle Rektoren, Präsidenten und Vizepräsidenten für Lehre aller Hochschulen in Deutschland in Kenntnis.

Wir freuen uns sehr über Ihre Bewerbung bis zum 11. Januar 2019 und verweisen auf die detaillierten Informationen zur Ausschreibung unter https://www.stifterverband.org/ars-legendi-sport.

 

Der neue Vorstand des Fakultätentags Sportwissenschaft ist zugleich auch der alte. Die Vereinigung aller rund 60 Institute und Fakultäten für Sportwissenschaft an den Universitäten und Hochschulen in Deutschland setzt für zwei weitere Jahre auf ein bewährtes dreiköpfiges Team: Prof. Dr. Detlef Kuhlmann (Leibniz Universität Hannover) als Vorsitzender zusammen mit Prof. Dr. Stefan König (Pädagogische Hochschule Weingarten) und Prof. Dr. Andre Seyfarth (TU Darmstadt) als stellvertretende Vorsitzende wurden auf der 7. Bundeskonferenz Ende April 2018 beim Landessportbund Hessen in Frankfurt einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

    

Auf der Bundeskonferenz wurden auch weitere wichtige Arbeitsschwerpunkte für die nächste Legislaturperiode mit den Delegierten aus den Mitgliedshochschulen vereinbart. So soll u.a. ein Memorandum zur Sportlehrkräfteausbildung konzipiert werden. Zudem wird die Sorge geteilt, dass derzeit an einzelnen Standorten zu wenig Studieninteressierte mit dem Studium im Fach Sport vor allem für die Primarstufe beginnen. In immer mehr Bundesländern werden daher fachfremde Quereinsteiger in den Schuldienst eingestellt und erteilen auch Sportunterricht. Der Fakultätentag Sportwissenschaft wird sich ferner mit seiner Expertise daran beteiligen, wenn es zu einer Neufassung des Memorandums für den Schulsport kommt, dessen letzte Fassung nunmehr zehn Jahre zurückliegt. Ferner sollen Strategien entwickelt werden, wie sportwissenschaftliche Forschung zukünftig vermehrt bei Fördereinrichtungen außerhalb des Sports etabliert werden kann. Die 7. Bundeskonferenz hat auch einstimmig beschlossen, in 2019 wieder einen bundesweiten Ars legendi Fakultätenpreis für Lehre in Verbindung mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft auszuloben.

Im Anschluss an die 7. Bundeskonferenz fand das 2. Symposium „Sportwissenschaft 2030“ des Fakultätentags mit rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt, bei dem es um Fragen der Zukunftsfähigkeit der Sportwissenschaft ging. Neben dem Präsidenten des Deutschen Sportlehrerverbandes, Michael Fahlenbock (Wuppertal), waren hier auch die stellvertretende Direktorin des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, Privat-Dozentin Dr. Gabriele Neumann (Bonn), und die Vize-Präsidentin für Bildung und Olympische Erziehung des Deutschen Olympischen Sportbundes, Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper (Berlin) als geladene Gäste anwesend.

In der ersten Gesprächsrunde (“Wissenschaftsförderung ohne Sportwissenschaft?”) u.a. mit dem Präsidenten des Allgemeinen Fakultätentages, Prof. Dr. Albert Albers (Karlsruhe) und Prof. Dr. Ansgar Schwirtz (München) als Präsident der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft  sowie dem Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Prof. Dr. Andreas Schlüter (Essen), ging es um die Erweiterung der Fördermöglichkeiten der Forschung in der Sportwissenschaft (z.B. in Richtung Deutsche Forschungsgemeinschaft, wo die Sportwissenschaft immer noch kein eigenes Fachkollegium hat). Damit einher geht die Herausforderung, das Profil der Sportwissenschaft zukünftig noch deutlicher als eine „Einheit in der Vielfalt“ zu schärfen und dabei markant herauszustellen, was die Sportwissenschaft (z.B. hinsichtlich wichtiger Themen wie Training, Leistung, Gesundheit, Kultur, Bildung, Integration, Inklusion) originär für die Gesellschaft zu leisten bzw. an Erkenntnissen zu produzieren vermag.

Bei der zweiten Gesprächsrunde (“Sportwissenschaft ohne Öffentlichkeit?”), bei der u.a. Spiegel-Redakteur Lukas Eberle (Hamburg) und der Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Bernd Blöbaum (Münster) zusammen mit Prof. Dr. llse Hartmann-Tews (Köln) und Prof. Dr. Bernd Strauß (Münster) auf dem Podium standen, ging es um die Frage, wie die Leistungen der Sportwissenschaft noch besser in die Öffentlichkeit hinein kommuniziert werden können: Die Öffentlichkeit hat schließlich einen Anspruch darauf, die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Sportwissenschaft – insbesondere aus anwendungsbezogener Forschung – zu erfahren und sich damit auseinanderzusetzen, deswegen müssen wir unser Produkt noch besser in die Öffentlichkeit hineintragen – lautete am Ende ein Fazit.

Die Moderation der beiden Gesprächsrunden lag in bewährten Händen von Prof. Dr. Ansgar Thiel (zur Wissenschaftsförderung) und Dr. Verena Burk (zur Öffentlichkeitsarbeit) aus dem Kollegium des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Tübingen. Ihnen und allen anderen Mitwirkenden gilt großer Dank für ihre gehaltvollen Beiträge und den Symposiumsgästen für ihre anregenden Diskussionsbeiträge. Der Vorstand des Fakultätentages blickt auf zwei gelungene Veranstaltungen zurück, die wegweisende Impulse für die Zukunftsfähigkeit unseres Faches geliefert haben und hoffentlich zur weiteren Stärkung der (wissenschaftspolitischen) Arbeit an den Mitgliedshochschulen und anderswo beitragen können – auf dem Weg in die “Sportwissenschaft 2030”.

Die 8. Bundeskonferenz des Fakultätentags Sportwissenschaft findet am Freitag, dem 26. April 2019 von 11 bis ca. 15 Uhr, wieder in der Tagungsstätte des Landesportbundes Hessen in Frankfurt statt.

 

Um Funktion und Rolle der Sportwissenschaft in der Zukunft geht es beim 2. Symposium unter dem Motto „Sportwissenschaft 2030“, zu dem der Fakultätentag Sportwissenschaft als Zusammenschluss aller rund 60 Institute und Fakultäten für Sportwissenschaft an den deutschen Hochschulen am Freitag, dem 27. April 2018 von 10 bis 13 Uhr nach Frankfurt einlädt. Diesmal sollen zwei Schwerpunktthemen mit Statements und Diskussionen beleuchtet werden. Sie sind jeweils provokant als Fragen formuliert:

„Wissenschaftsförderung ohne Sportwissenschaft?“ und „Sportwissenschaft ohne Öffentlichkeit?“.

Zum einen geht es dabei um die Frage, welche Forschungsförderungen vor allem außerhalb des Sports für die Sportwissenschaft bestehen und wie diese dann zukünftig noch besser genutzt werden können. Zum anderen soll der Frage nachgegangen werden, wie die Sportwissenschaft von den Medien wahrgenommen wird und wie sie ihre Leistungen zukünftig noch besser in gesellschaftlicheDiskurse einbringen kann. Dazu werden nach der Eröffnung des Symposiums durch den Vorsitzenden des Fakultätentages Sportwissenschaft, Prof. Dr. Detlef Kuhlmann (Leibniz Unviersität Hannover), u.a. Beiträge vom Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Prof. Dr. Andreas Schlüter (Essen), vom Präsidenten der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, Prof. Dr. Ansgar Schwirtz (TU München), vom Vorsitzenden des Allgemeinen Fakultätentages, Prof. Dr. Albert Albers (Karlsruhe), sowie von der Sportsoziologin Prof. Dr. Ilse Hartmann-Tews von der Deutschen Sporthochschule Köln und vom Hamburger Sportjournalisten Lukas Eberle (Der Spiegel) erwartet. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Ansgar Thiel und Dr. Verena Burk vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen. Das Symposium findet in der Sportschule und Bildungsstätte des Landessportbundes Hessen in Frankfurt statt.

Pressevertreterinnen und -vertreter, die über die Veranstaltung berichten wollen, können sich auch per E-Mail silke.gretzki@sportwiss.uni-hannover.de anmelden.

Weitere Informationen:   Flyer zum Symposium “Sportwissenschaft 2030”

Tagesordnung:                   Tagesordnung für die 7. Bundeskonferenz am 26. April 2018 in Frankfurt

Die Landesvertretung des Fakultätentags Sportwissenschaft, die Konferenz der sportwissenschaftlichen Hochschulinstitute in Niedersachsen (KSHN), hat mit den Stimmen aller Vertreter der Einrichtungen 2017 vereinbart, die wesentlichen Strukturdaten der sportwissenschaftlichen Hochschuleinrichtungen des Landes im Rahmen der vorliegenden Synopse zusammen zu stellen und interessierten Personen öffentlich zugänglich zu machen.

Diese erste Übersicht umfasst alle Standorte mit den Angaben zum Zeitpunkt November 2017 und soll bei Bedarf ergänzt und aktualisiert werden.

 KSHN – Synopse wesentlicher Strukturdaten zu den sportw. Hochschuleinrichtungen in Niedersachsen

Thilo Richter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Allgemeiner Fakultätentag

Der Allgemeine Fakultätentag (AFT) spricht sich dafür aus, das Promotionsrecht ausschließlich den Universitäten vorzubehalten.

Immer wieder werden in der Öffentlichkeit Forderungen nach dem Promotionsrecht für Fachhochschulen erhoben und kontrovers diskutiert.
Mit einem einstimmig von mehr als 650 Mitgliedsfakultätentagen verabschiedeten Positionspapier nimmt der Allgemeine Fakultätentag (AFT) qualifiziert zur Frage des Promotionsrechts Stellung und begründet warum auch in der Zukunft nur die Fakultäten an Universitäten das Promotionsrecht haben sollten. Die entscheidende Begründung für den AFT sind die Sicherung der Qualität der Promotionen und die Sicherung der notwendigen breiten und auf einem entsprechenden soliden international anerkannten Forschungsfundament basierenden Betreuung der Promovierenden. Nur die Fakultäten an Universitäten können diese Forschungsstärke in der notwendigen Breite der Fächer im Hochschulsystem leisten und nachweisen.
Eine vergleichbare notwendige wissenschaftliche Vielfalt an Fachhochschulen zu gewährleisten ist nur durch kostspielige nicht begründbare Investitionen möglich. Dabei würde man sich dann jedoch ohnehin an dem Modell universitärer Fakultäten orientieren, diese kopieren und aus den Fachhochschulen „Mini-Universitäten“ machen, die im internationalen Forschungswettbewerb chancenlos blieben. Damit ginge aber gleichzeitig die bewährte und auch von der Gesellschaft und Wirtschaft geforderte Differenzierung der Profile der Hochschultypen verloren.
Der AFT betont im Zuge seiner Stellungnahme, dass der Bedarf an Durchlässigkeit im deutschen Bildungssystem ausreichend gegeben ist und geeignete Absolventen einer Fachhochschule natürlich ebenfalls an einer Universität promovieren können. Außerdem befürwortet der Allgemeine Fakultätentag ausdrücklich Initiativen, die Kooperation zwischen Fachhochschulen und Universitäten fördern, um forschungsstarken Kollegen von Fachhochschulen die verantwortliche Mitwirkung in Promotionsverfahren an Universitäten zu ermöglichen. Der AFT sieht darin den besten Weg für alle Beteiligten – Studierende, Gesellschaft, Wirtschaft und Hochschulen.

Münsteraner Sportpädagoge Prof. Dr. Nils Neuber ausgezeichnet

Der Münsteraner Sportpädagoge Prof. Dr. Nils Neuber hat jetzt den erstmals ausgeschriebenen Ars legendi-Fakultätenpreis Sportwissenschaft erhalten. Der Festakt fand im Neuen Rathaus von Hannover in Anwesenheit von Oberbürgermeister Stefan Schostok statt, der unter den rund 170 geladenen Gästen zahlreiche Fachvertreter begrüßen konnte, darunter den Präsidenten der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), Prof. Dr. Kuno Hottenrott, den Präsidenten des Deutschen Sportlehrerverbandes, Michael Fahlenbock, sowie den Vorstandsvorsitzenden des Landessportbundes Niedersachsen, Reinhard Rawe, die dvs-Ehrenmitglieder Prof. Dr. Dietrich Kurz und Frederik Borkenhagen sowie Prof. Dr. Detlef Kuhlmann als Vorsitzenden der Jury und des Fakultätentages Sportwissenschaft zusammen mit Vorstandsmitglied Prof. Dr. Stefan König.
Der Ars legendi-Fakulätenpreis Sportwissenschaft wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und dem Fakultätentag Sportwissenschaft in Zusammenarbeit mit der dvs für herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in der Lehre, Prüfung, Beratung und Betreuung im Studienfach Sportwissenschaft vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preissumme wurde in diesem Jahr von der Heinz Nixdorf Stiftung in Paderborn zur Verfügung gestellt. Prof. Dr. Nikolaus Risch, der frühere Präsident der Uni Paderborn, jetzt Vorstandsmitglied in der Heinz Nixdorf Stiftung lobte in seinem Vortrag das Engagement der Sportwissenschaft, diesen Preis ausgeschrieben zu haben. Insgesamt 16 Bewerbungen aus den Standorten der Sportwissenschaft an den Universitäten und Pädagogischen Hochschulen in Deutschland waren von einer neunköpfigen, international besetzten Jury zu begutachten.


In der mit viel Beifall bedachten Laudatio, die von Helene Hense, einem studentischem Mitglied der Jury, gehalten wurde, wurden die Verdienste von Prof. Dr. Nils Neuber u.a. bei der Neustrukturierung von Lehr- und Lernformen und das große Engagement für die Gestaltung der Lernumgebung am Institut für Sportwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster gewürdigt: „Wir zeichnen mit Prof. Nils Neuber eine Persönlichkeit aus der Sportwissenschaft mit einem außergewöhnlichen Engagement für exzellente Hochschullehre aus, die zudem die Lernenden für ihr Studienfach hervorragend begeistern und motivieren kann“, heißt es in der Laudatio weiter. Der Preisträger hat an der Uni Göttingen und an der Deutschen Sporthochschule Köln studiert und ist seit 2006 Professor an der Uni Münster und dort seit 2016 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Sportwissenschaft sowie Studiendekan im Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft. Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde er u.a. 2006 mit dem Wissenschaftspreis des Deutschen Olympischen Sportbundes ausgezeichnet.

Die Verleihung des Preises fand am sporthistorischen Ort im Neuen Rathaus von Hannover statt, wo an gleicher Stelle 1950 der Deutsche Sportbund gegründet wurde, der als ein früher Wegbegleiter von Wissenschaft und Bildung auf dem Gebiet des Sports bezeichnet werden kann. Prof. Dr. Detlef Kuhlmann als Vorsitzender des Fakultätentages Sportwissenschaft dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft dankte für die Auslobung dieses am höchsten dotieren Lehrpreises in der Sportwissenschaft: „Mit dem Preis spielt die Sportwissenschaft jetzt in der Champions League zusammen mit fünf anderen Wissenschaften wie der Medizin, der Mathematik und der Rechtswissenschaft“. Der Ars legendi-Fakultätenpreis Sportwissenschaft soll alle zwei Jahre vergeben werden.