Laufende Kindergruppe LSB NRW - Foto von Andrea Bowinkelmann

(c) Andrea Bohwinkelmann (LSB NRW)

Auf Einladung des Ministeriums für Schule und Bildung NRW (MSB) fand in der Qualitäts- und Unterstützungsagentur/Landesinstitut für Schule (QuaLIS) in Soest der zweite Fachtag “Sport und Wissenschaft” statt. Eingeladen waren Vertreter der acht sportlehrerbildenden Universitätsstandorte sowie der Schulverwaltung aus NRW. Inhaltlich befasste sich der Fachtag mit dem Thema “Lernen und Bewegung”. Dazu hielten u.a. Prof. Claus Reinsberger (Universtiät Paderborn) und Prof. Nils Neuber (Universität Münster) Vorträge. In einer abschließenden Gesprächsrunde , an der auch die MSB-Abteilungsleiterin Susanne Blasberg-Bense und der Präsident des DSLV, Michael Fahlenbock, teilnahmen, wurde die bildungspolitische Bedeutung des Unterrichtsfachs Sport diskutiert.

Im September 2019 veranstaltete die Kultusministerkonferenz (KMK) Sport einen Fachtag zur Situation des Grundschulsports in Deutschland. Vor dem Hintergrund sinkender Ausbildungszahlen sowie einer Zunahme des Einsatzes von fachfremden Lehrkräften in der Grundschule und nicht zuletzt im Grundschulsport bot das Tagungsthema einige Brisanz. Für den Bundesfaktultätentag hielt Prof. Stefan König (PH Weingarten) einen pointierten Einführungsvortrag. In anschließenden Gesprächsrunden, etwa zu Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrkräfte ohne Sportfakultas oder zur Fortbildung von Sportlehrkräften, wurde das Thema vertieft. Gemeinsame Handlungsempfehlungen wurden nicht verabschiedet. Für den Fakultätentag NRW nahm Prof. Nils Neuber (Universität Münster) an der Tagung teil.

Auf der Hauptversammlung der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) anlässlich des 24. dvs-Hochschultages Ende September an der Humboldt-Universität zu Berlin wurde einstimmig ein „Positionspapier zur Stärkung des Lehramts Primarstufe im Fach Sport“ verabschiedet. Aus Sicht der Universitäten und Pädagogischen Hochschulen in Deutschland, die diese Studiengänge mit dem Fach Sport anbieten, wird damit auf zentrale Probleme hingewiesen, die sich in Zusammenhang mit der hochschulischen Ausbildung im Grundschullehramt Sport in letzter Zeit ergeben haben. Dabei werden dringend erforderliche Verbesserungen gegenüber der Bildungs- und Wissenschaftspolitik bundes- bzw. landesweit an den einzelnen Standorten angemahnt.

Das dreiseitige Papier beschreibt nach einer Präambel die allgemeine und die fachspezifische Studiensituation und leitet am Ende daraus insgesamt acht Forderungen ab, die sich an die Verantwortlichen in der Politik, der Wissenschaft und der Schuladministration richten und dafür Sorge tragen sollen, den Studiengängen zukünftig „eine angemessene Behandlung zukommen zu lassen“.

Diese Forderungen greifen u.a. die Sicherstellung einer ausreichenden Anzahl von Studienplätzen auf, zielen auf eine standortspezifische Verbesserung der personellen und sachlichen Ausstattung der Institute für Sportwissenschaft und fordern politische Maßnahmen, um die Erteilung eines fachfremden Unterricht im Fach Sport sowie die zunehmenden Seiten- und Quereinstiege deutlich und damit nachhaltig zu reduzieren.

Das Positionspapier war bereits im April dieses Jahres auf der Bundeskonferenz des Fakultätentags Sportwissenschaft, dem Zusammenschluss aller Institute und Fakultäten für Sportwissenschaft in Deutschland, einstimmig verabschiedet worden. Es wird erwartet, dass sich der Deutsche Sportlehrerverband durch Beschlussfassung ebenfalls dem Papier in Kürze anschließt.

Das Positionspapier ist online einsehbar unter: www.fakultaetentag-sportwissenschaft.de

Verleihung de Ars legendi Preises Sportwissenschaft 2019Die Tübinger Sportwissenschaftlerin Dr. Verena Burk wurde jetzt mit dem Ars legendi Fakultätenpreis Sportwissenschaft ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und dem Fakultätentag Sportwissenschaft als Zusammenschluss der Fakultäten und Institute für Sportwissenschaft der Hochschulen in Deutschland in Zusammenarbeit mit der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) vergeben. Die Feierstunde fand vor rund 100 geladenen Gästen in der Alten Aula der Universität Heidelberg im Rahmen der 32. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportpädagogik statt, die vom dortigen Institut für Sport und Sportwissenschaft ausgerichtet wurde.

Die Preisträgerin ist als Akademische Oberrätin am Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen maßgeblich an der Entwicklung, Implementierung und Weiterentwicklung von Studiengängen und Lehrveranstaltungsformaten beteiligt. Darüber hinaus hat sie sich große Verdienste speziell bei der Gestaltung und Umsetzung des von ihr verantwortlich geleiteten Studienganges “Sportwissenschaft mit dem Profil Sportpublizistik” erworben. Mit ihrer innovativen Lehre und ihrem hohen Engagement gegenüber den Studierenden hatte sie die neunköpfige Jury am meisten beeindruckt.

Der Fakultätenpreis Ars legendi wird für exzellente Lehre derzeit u.a. in der Medizin, Mathematik und Rechtswissenschaft vergeben: „Wir freuen uns, dieses Format nun schon zum zweiten Male ausloben zu dürfen. Wir spielen damit weiterhin in der Champions League“, sagte Prof. Dr. Detlef Kuhlmann als Vorsitzender des Fakultätentages Sportwissenschaft, und dankte der Heinz Nixdorf Stiftung für die abermalige Bereitstellung des Preisgeldes. Erster Preisträger vor zwei Jahren war der Münsteraner Sportpädagoge Prof. Dr. Nils Neuber. In seiner Laudatio würdigte der Tübinger Absolvent Lukas Esser seine Dozentin u.a. mit den Worten: „Die Studierenden müssen Leistung erbringen, die Anforderungen sind hoch, die Aufgaben anspruchsvoll – aber sie bekommen sehr viel mehr zurück“. Die aktuelle Preisträgerin Dr. Verena Burk – Ehrenmitglied im Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband – wird die Preissumme in Lehrprojekte investieren, die den Studierenden zugute kommen.

Gerne möchten wir Sie darüber informieren, dass das Projekt HRK-EXPERTISE Internationalisierung am 9. und 10. Oktober 2019 eine Fachtagung zum Thema „Internationalisierung der Lehre: Erfahrungen aus der Hochschulpraxis“ in Berlin organisiert.

Im Fokus der Tagung steht die interaktive Bearbeitung von aktuellen Fragestellungen zu Internationalisierungsprozessen in der Lehre. Aufbauend auf die im letzten Jahr veröffentlichten HRK-EXPERTISE-Manuals werden folgende Themenfelder in den Blick genommen:

  • Mehrsprachigkeit von Studium und Lehre,
  • Internationalisierung der Curricula,
  • Internationalisierung zu Hause in der Lehrerbildung.

Die Fachtagung richtet sich an Vertreter_innen aus der Hochschullehre, sowie an Hochschulleitungen und zentrale Einrichtungen, die Möglichkeiten zur Internationalisierung der Lehre hochschul- und fächerübergreifend diskutieren und weiterentwickeln möchten.

Konkrete Informationen zum Programm und Ablauf der Fachtagung finden Sie unter

https://www.hrk.de/en/expertise/veranstaltungen/fachtagung-2019/.

Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) schreibt im Rahmen der Forschungsförderung eine Expertise aus.

Vor dem Hintergrund der skizzierten Entwicklung zielt die ausgeschriebene Expertise „Sportwissenschaft an Universitäten –Strukturbedingungen und Perspektiven“ darauf ab zu analysieren, welche Bedeutung (spitzen-)sportbezogene  Forschung  und  Lehre  aktuell  an  den  universitären  sportwissenschaftlichen  Einrichtungen  in Deutschland hat  und welche Bedeutung die universitäre sportwissenschaftliche Forschung und Lehre für den organisierten Spitzensport hat.

Konkret geht es um die Erfassung und Analyse

  • der  strukturellen  Rahmenbedingungen  für  (spitzen-)sportbezogene  Forschung  an  den  universitären Einrichtungen,
  • der standortspezifischen Profilierung der Studiengänge an diesen Einrichtungen
  • sowie  der  strukturellen  Voraussetzungen  gelingender  Kooperationen  zwischen der  Sportwissenschaft und dem Spitzensport.

Der Vorstand des Fakultätentags Sportwissenschaft lädt interessierte Kolleginnen und Kollegen aus den Mitgliedshochschulen ausdrücklich zur Bewerbung um dieses wichtige Projekt ein.

Detaillierte Informationen finden Sie in der offiziellen Ausschreibung .

Sitzungsort: DSHS Köln

Die 10. Sitzung des Fakultätentags Sportwissenschaft NRW fand am 17.05.2019 an der Deutschen Sporthochschule Köln statt. Der Vorstand konnte von zahlreichen Anfragen des Landes berichten, die zeigen, dass die Sichtbarkeit des Fakultätentages im vergangenen Jahr deutlich zugenommen hat. Unter anderem soll ein Forschungsverbund zur Kinder- und Jugendsportforschung eingerichtet werden. Weitere Themen waren die Qualifikation von Sportlehrkräften für die Grundschule, die Lehrplanentwicklung in NRW, ein Fachtag Sport und Wissenschaft mit dem Schulministerium sowie der Kongress “Bildungsfaktor Sport in NRW”, an dem der Fakultätentag im Mai 2020 beteiligt ist.

Der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in der Sportwissenschaft wird in diesem Jahr zum zweiten Mal vom Stifterverband und dem Fakultätentag Sportwissenschaft in Zusammenarbeit mit der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft
vergeben. Der Preis geht in diesem Jahr an Dr. Verena Burk vom Institut für Sportwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Hiermit laden wir Sie herzlich zur Preisverleihung ein.

Datum: 31. Mai 2019 um 19:00 – 20:00

Veranstaltungsort: Alte Aula, Grabengasse 1, 69117 Heidelberg

Es wird um Anmeldung gebeten bis zum Mai 2019 per E-Mail an detlef.kuhlmann@sportwiss.uni-hannover.de

Weitere Informationen zur Preisverleihung inklusive Programm finden Sie im folgenden Einladungsschreiben:
 Einladung zur Verleihung des Ars legendi-Fakultaetenpreis Sportwissenschaft 2019